Sie kennen doch bestimmt die Serie im Fernsehen, “Meine kleine Farm”. Eine kleine Familie, mit ihren kleinen, ganz alltäglichen Problemen, mit ihrer überschaubaren Masse an Tieren und dem manchmal schwierigen und manchmal einfacheren Kampf ums Überleben.
Nun, wir leben zwar nicht im vorigen Jahrhundert, auch in keiner Westernstadt irgendwo in Amerikas Pampa, aber einiges ist doch ähnlich.
Wir sind auch eine kleine Familie, die mit ihren Kindern lachen und sich auch damit ärgern, die ihre ganz normalen, täglichen Probleme und Nöte haben und die ebenso ihre Highlights verbuchen können, die in einem kleinen, gemütlichen, alten Bauernhaus leben und die mit einer überschaubaren Masse an Tieren leben, mit denen man sich ärgert, freut oder auch die Sorgen teilt.
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Nein, wir haben keinen Vogel (ich hätte gerne wieder welche, aber zuerst muss die Voliere gebaut werden), nein, wir fahren auch nicht auf Urlaub (das Flugzeug für so viele Tiere wurde noch nicht gebaut, und die Unterkunft, ….. meist fehlt da das Verständnis), ja, wir fühlen uns hier sehr wohl , nein, wir haben keine Nachbarn, die uns auf den A ….. gehen und ja, wir haben unser Leben mehr oder minder unseren Tieren verschrieben und ja, wir sind glücklich damit, da wir so leben können, wie wir leben.
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Derzeit weilen auf unserem Hof einer ganzer Sack voll Hunde. Die drei Rassen, die wir versuchen mit Verstand und Liebe zu züchten, haben wir bereits vorgestellt. Aber zu unserem Sortiment gehören auch noch 8 Pferde ( davon 4 Eigene und 5 Einstellpferde), ein gerettetes Shetlandpony und unser Esel. Nebenbei gibt es da noch eine Katze, einen Hamster, zwei Aquarien, einige Meerschweinchen und Zwergkaninchen, wir haben einen Feuersalamander, der in den Katakomben des Misthaufens lebt, und einen Igel, der uns immer im Frühjahr beehrt, sich bemerkenswert gut versteckt, aber trotzdem so präsent ist, dass er alle Jacks rebellisch macht. Unser guter Igel scheut es auch nicht, tagsüber aus seinem Versteck zu kriechen und als stachelige Kugel im Garten rumzuliegen. Wir dachten uns schon mal, dass er es eigentlich besser wissen müsste, aber entweder er ist selten doof, oder er findet mächtigen Spaß daran, immer wieder zurück zu kehren, nachdem wir ihn schon zum siebenundzwanzigsten Male in den Wald gebracht hatten.
Hin und wieder beehren uns auch junge Vögel, die irgendwo im Wald verlassen gefunden werden. Meine Kinder versuchen immer wieder diese Jungtiere aufzuziehen. Hin und wieder gelingt es ihnen auch.
Und wenn in der Nacht die Rehe und Hirsche über unseren Grund streifen, dabei die Weidezäune mit dem Gehörn kaputt machen und ihres Haufis auf unserem schön gemähten Hundeplatz hinterlassen, dann wissen wir, ja, wir haben etwas, was Andere definitiv nicht haben.
Wir leben nicht nur in der Natur, sondern mit der Natur und wissen das durchaus zu schätzen.
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In unserem kleinen Paradies dürfen unsere Tiere noch Lärm machen, der sich aber doch in Grenzen hält. Wir versuchen allen unseren Tieren ein artgerechtes Leben zu bieten und sie auch wie Tiere zu sehen und nicht zu vermenschlichen. Vielleicht kommen wir deshalb so gut mit ihnen aus.
Unsere Kinder haben ihre Freude an der Zucht von Nagetieren entdeckt. Immer wieder haben wir Nachwuchs bei den Zwerghasen und auch bei den Meerschweinchen. Dabei erlernen die Kinder ganz leicht, wie sich Tiere fortpflanzen, dass man dazu nicht den Klapperstorch braucht, sie erleben die Geburt mit und können beobachten wie unterschiedlich Kaninchen und Meerschweinchen ihre Jungen aufziehen. Uns sie lernen auch mit dem Wort Inzucht umzugehen. Denn irgendwann müssen uns diese Jungtiere auch wieder verlassen, um genau das zu vermeiden.
Und spannende Geschichten lassen sich auch über diese Nager erzählen. Besonders, wenn so ein Tier ausbüchst und gar nicht daran denkt, sich wieder einfangen zu lassen, oder wenn in der Nacht ein Marder versucht, sich Zugang zum Käfig zu verschaffen. Ich denke, für uns und unsere Kinder sind diese Erlebnisse prägender und lehrreicher als jeder Game Boy es jemals sein kann.
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Natürlich tun sich noch einige andere Dinge auf unserem Hof. Jedes Jahr findet im Frühjahr ein Hundeabrichtekurs statt, der von den ortsansässigen Hundebesitzern und auch einigen von Auswärts gern besucht wird. Dabei geht es nicht nur um Hundeausbildung oder um aktiven Hundesport, sondern um miteinander etwas zu machen. Die Probleme, die jeder einzelne Hundebesitzer hat und glaubt sie nie in den Griff zu bekommen, erweisen sich oft nur als kleine Erziehungsfehler.
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Hunde aller Rassen und Mischungen sind bei diesen Kursen vertreten. Kaffee und Kuchenbar gehört dazu, ebenso die Sonne, weswegen wir unsere Kurse nur im Frühjahr abhalten. Die Gaudi für Hund und Herrli kommt dabei selten zu kurz. Und so mancher Hundebesitzer ist erstaunt, was sein Hund so alles lernen kann, wenn man nur ein bischen Know How dazu gibt. Chaos gehört dazu, genauso wie so mancher Hund hin und wieder ein sehr lustiges Eigenleben entwickeln kann.
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Unsere Kinder arbeiten nicht nur mit, sondern egal ob geritten oder trainiert wird. Einen Job findet dabei jeder. Meine Tochter hat heuer den Sandros Leisha Dog „Baju“ durch die BGH 1 geführt und diese mit 96 Punkten abgeschlossen. Nicht nur eine wirklich reife Leistung mittendrin, sondern als Zwölfjährige ganz vorne mit dabei.
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Sohnemann gehört mehr zu den Cowboys und Handwerkern am Hof. Am Pferderücken ist die Welt gleich schöner, aber Prüfungs- oder Turnierambitionen hat er nicht. Er reitet nur zum Vergnügen und bei dem wollen wir es auch belassen.
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Sollten Sie uns mal besuchen kommen. Weil Sie vielleicht einen Hund haben wollen oder suchen und sich informieren wollen. Oder aber, sie wollen vielleicht ein Pferd bei uns einstellen, oder vielleicht wollen Sie für Ihre Kinder nur ein kleines Meerschweini oder ein Zwerghasi haben, dann sind Sie immer herzlich willkommen. Wir freuen uns Ihnen zeigen zu können, was bei uns so alles kreucht und fleucht.














