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Eine neue Population einer Rasse zu entwickeln, gestaltet sich als mühsam, schwierig, aufwendig und braucht Zeit. Man liest immer wieder von der angeblichen Entwicklung neuer Rassen, durch verschiedene Einkreuzungen. Nur wenige davon halten sich wirklich, denn zu der Entstehung einer neuen Rasse braucht man eben einige Zuchttiere und auch die Nachzucht. Dazu den Platz, den diese Hunde benötigen um artgerecht gehalten werden zu können, das Geld um diese auch zu versorgen und die Zeit und das Know How, zu erkennen, welche Verbindung den gewünschten Erfolg gebracht hat, und welche nicht unbedingt so geworden ist, wie man sich das vorgestellt hat. Dazu gehört auch das Ausmustern von Junghunden, die man sich vielleicht behalten oder neu dazu gekauft hat, die im Laufe ihrer Entwicklung nicht dem Typ entsprechen, den man sich wünscht.

Hybridzucht - Artgleich, aber Rassefremd

Der Sandros Leisha Dog entstammt einer Hybridzucht. Das heißt, es werden immer artgleiche aber rassefremde Hunde miteinander verpaart, um jeglicher Inzucht zu entgehen. Unter Artgleich verstehen wir eine Art, den Schäferhund. (Deutscher Schäferhund, Malinois, Holländischer Schäferhund, Mechelaar Herder, usw). Das diese Rassen unterschiedlich sind, dürfte klar sein. Aber sie fallen alle in dasselbe Muster. Es sind Schäferhunde, wolfsähnliche Hunde, stehohrig, mit langer Schnauze und mehr oder minder buschiger, hängender Rute. Ein schottischer Schäferhund, gemein bekannt als Collie, gehört nicht in diese Art.

Einige Varianten eines artgleichen

aber rassefremden Schäferhundes

Artgleich: Weißer Schäferhund
Artgleich: Deutscher Schäferhund
Artgleich: Belgischer Schäferhund, Malinois
Artgleich: Mechelaar Herder
Artgleich: Hollandse Herder

Dieser Hund passt nicht in das Schema

Nicht artgleich aber auch als Schäferhund benannt. Dieser Hund passt nicht in die Sandros Leisha Dog Zucht


Wir kreuzen diese Schäferhunde nun untereinander. Dabei achten wir darauf, dass die Hunde unterschiedliche Genpopulationen aufweisen. Verwandtschaften sind auch in den hintersten Generationen oft völlig ausgeschlossen. Dadurch erhalten wir wieder einen sehr urtypischen Schäferhund und die Welpen ein sehr unterschiedliches Wesen. Welpen, die bei Rassehundewürfen nahezu alle gleich sind (gleiches Aussehen, gleiches Wesen, gleiches Fell, gleiches Verhalten) haben eine sehr enge Genpopulation und viele natürliche Dinge, auf die man so hofft, bleiben auf der Strecke. Welpen die sich weniger ähnlich sehen, bzw. von Wesen und Verhalten auch sehr unterschiedlich sind, haben schon eine weit größere Genpopulation. Das sind Dinge, die man nicht sieht, und deswegen oft wenig von Bedeutung haben. Doch für die Gesunderhaltung auf Dauer von immenser Wichtigkeit sind.
Der Sandros Leisha Dog ist ein sehr ausgeglichener aber dennoch triebstarker Hund. Von ihnen gibt es größere und kleinere Exemplare, welche mit viel Selbstvertrauen und Stärke, manche mit weniger. Während einige von ihnen das Zeug zum Polizeidiensthund haben, gibt es widerrum andere, die als normale Familienhunde den ersten Platz erreichen. Wir wollen keine körperlichen Verzüchtungen bei unseren Hunden, die allein dem menschlichen Auge guttun. Bei unseren Einkreuzungen wird eines immer gleich bleiben, das Erscheinungsbild des Schäferhundes, jedoch Form und Größe, wie auch die Farbe kann sich verändern.
Die Farben selbst können beim Sandros Leisha Dogs sehr vielfältig sein. Alle schäferhundartige Schattierungen mit weißen Abzeichen sind erlaubt. Es gibt Hunde mit grauer oder brauner Unterwolle und schwarzem Deckfell, wie reinschwarze Hunde, bzw. welche, mit schwarzem Sattel und braunen und grauen Abzeichen. Auch braune Sandros Leisha Dogs kommen vor, durch den Blutanteil des Malis in der Zucht. Was nicht wünschenswert ist, sind Punktschecken oder Plattenschecken, da diese Färbungen in der Schäferhundewelt generell nicht vorkommen. Und noch eine Besonderheit ergibt sich zwangläufig durch die Einkreuzung, die wir als sehr positiv bewerten.
Kommen bei einer Sandros Leisha Dog Verbindung gestromte Welpen zur Welt, werden diese in unserem Zuchtbuch unter Hollandse Herder eingetragen. Kommen weiße Welpen auf die Welt, erhalten sie die Rassebezeichnung „Weißer Schäferhund“. Das hat den Vorteil, das auch in der Herderzucht bzw. in der Zucht der Weißen Schäferhund neues Blut eingeführt werden könnte. Das Erscheinungsbild würde sich auch beim Weißen Schäferhund nicht gravierend verändern, denn der Sandros ist wie der Weiße ein Schäferhund, die gleiche Art. Diese Praktiken haben wir nicht erfunden, sondern sie waren früher in der Zucht gebräuchlich. Dadurch entstanden die verschiedenen Rassen mit den verschiedenen Erscheinungsbildern. Es ist anzunehmen, dass manche Rassen, die sich sehr ähneln ( der gleichen Art entsprechen) früher einheitlich waren und dann getrennt worden sind.

Ein Sandros Leisha Dog im Bild des Malinois. Dieser Rüde liebt es zu spielen und zu toben und zeigt sich so, wie man sich einen Familienhund vorstellt. Unkompliziert, leicht führbar, gelehrig und sehr anhänglich.

Wie auch beim Herder entscheiden unsere Hündinnen bei der Sandros Leisha Zucht wo sie werfen wollen. Wer dies im Haus tun möchte, kann im Haus werfen, wer lieber draußen ist, soll draußen bleiben. Allerdings wandern auch die im Haus geworfenen Welpen aber der 3. Lebenswoche nach draußen, da die Welpen sehr aktiv werden und einfach Platz brauchen, um sich zu entfalten. Natürlich pinkeln sie zu dieser Zeit noch überall hin. Würden wir das im Haus zulassen, müssten wir bald alle Böden beseitigen. Wir glauben, dass es für die Entwicklung der Welpen besser ist, wenn sie mit dem Rest des Rudels, mit der Außenwelt und auch mit den damit verbundenen Geräuschen in Kontakt kommen. Ausflüge auf den Hundeplatz gehören genauso dazu, wie der Eroberung des Pferdestalles. Wir glauben, dass es für die Entwicklung des Welpen weit besser, als ihn im Haus mit dem Geräusch eines herunterfallenden Topfes zu beglücken. Denn diese Geräusche kommen draußen unter Anderem genauso vor, fallen nur nicht wirklich auf.

Während ihrer Aufzucht bekommen die Welpen auch allerhand Spielzeug, dass sie nicht sofort zerstören können. Kleine Quietschtiere gehören dabei nicht dazu, da diese innerhalb kürzester Zeit zerbissen und Kleinteile verschluckt werden können. Ein großer, lederner Fußball ist da schon eher das, was Welpen gebrauchen können.
Ab der fünften Woche wird es den Hündinnen zu lästig mit der Säugerei. Sie verweigern schon öfter den Zugang zum Gesäuge und beißen die Welpen recht energisch weg. Für uns sieht das oft recht grob aus, aber die Mutterhündin wie auch die Welpen kommen sehr gut damit zurecht. Sie lernen aus erster Hand das Knurren eines großen, erwachsenen Hundes zu respektieren. Die Mutterhündin ist zwar manchmal recht konsequenz, aber sie würde ihren eigenen Welpen nie etwas ernsthaftes tun.
Rüden sehen das oft etwas anders. Wenn Welpen mit dem Vaterrüden oder überhaupt mit Rüden aus dem Rudel in Kontakt kommen, werden sie meist knurrend abgewiesen. Rüden ist ein Haufen von quierligen Welpen zu anstrengend und sie flüchten recht schnell aus dem Zugriff der kleinen Quälgeister.
Würde man einen Rüden zwingen, bei den aufdringlichen Welpen zu bleiben und sich deren Spielerei gefallen zu lassen, würde man recht schnell entdecken, wie schnell es ein Rüde schafft, sich Respekt zu verschaffen.
Es gibt Rüden, denen Welpen egal sind, die sind aber eher dünn gesät. Unsere Rüden verschwinden ganz schnell aus dem Bereich der Welpen und überlassen die Arbeit lieber den Frauen.

Bei der Abgabe ab der 8. Woche haben die Welpen fast die ganze Ranch erobert und teilweise in Beschlag benommen. Sie kennen das Rudel, wissen bereits die Körpersignale der erwachsenen Hunde richtig zu deuten, was aber nicht heißt, dass sie immer daran halten. Sie versuchen dennoch diese zu umgehen.
Zu diesem Zeitpunkt sind die Welpen auch schon völlig entwöhnt, fressen komplett selbständig und finden auch schon Spaß daran, Knochen zu zernagen.
Zwischen der 6. und der 8. Woche beobachten wir unsere Sandros Welpen ganz genau um herauszufinden, wer eher selbstsicher und dominant oder wer eher ein weiches Wesen hat. Auch beim Wachstum unterscheiden sich die Welpen hin und wieder. Manche bleiben klein und zierlich, manche werden richtige Riesen. Es muss aber nicht unbedingt heißen, dass ein kleiner Hund ein niedliches, weiches Wesen hat und der Riese ein richtiger rüpelhafter Dominanzbrocken wird. Das hat nicht mit der Größe zu tun.
Auch muss es nicht sein, dass der zuletzt geborene der Kleinste bleibt.
Wir hatten einst einen großen Wurf von 13 Welpen, wobei sich der 13. Welpe um 6 Stunden in der Geburt geirrt hatte. Als er dann auf einmal da war, war er klein, nass, zerbrechlich, kalt, wir dachten schon wir müssten ihn aufgeben. Mit der Wärmeflasche haben wir ihn gewärmt, mit gewärmten Handtücher immer wieder geschrubbt. Die Hündin war derart mit den anderen Welpen beschäftigt, dass sie auf den Spätzünder nahezu vergaß.
Die kleine Ratte quiekte einen ganzen Nachmittag lang um auf sich aufmerksam zu machen. Immer wieder legten wir das Hündlein separat an, damit er an die wichtige Milch kam.
Er überlebte und würde einer der größten Hunde im Wurf. Ein Beweis, das Größe genetisch veranlagt ist und nichts damit zu tun hat, zu welchen Zeitpunkt der Welpe auf die Welt kommt.
Charly war ein Hund, der als erstes auf die Welt kam, aber nie wirklich riesig wurde. Er blieb mittelgroß und war von Anfang an etwas zurückhaltend. Heute spielt er nach wie vor gerne, läuft bei seiner neuen Familie neben der Kutsche her, ist den Kindern ein lieber Spielgefährte und geht leichtfüßig seine Unterordnung durch, die er der Ordnung halber erlernen musste. Mehr wollte seine Besitzerin nicht.

Unsere Sandros Welpen werden, wie alle anderen Welpen auch, mit größter Sorgfalt großgezogen. Sie werden regelmäßig entwurmt, vor der Abgabe geimpft und gechipt.
Außerdem erhalten die Sandroswelpen Papiere vom Silvermoonkennel, damit Sie wissen, dass es sich dabei um echte Sandros Leisha Dogs handelt. Auf diesen Papieren sind die Ahnen ihres Welpen vermerkt, ebenso die Rasseführung. Wir legen viel Wert darauf, dass die Daten dieser Zucht erhalten bleiben, weshalb alle unsere Welpen eingetragen werden.
Der Chip wird bei der Übernahme durch seinen neuen Besitzer auch bei einem Haustierregister registriert damit, im Falle eines Entlaufens, der Hund bei Auffinden Ihnen zugeordnet werden kann.
Wir sind bemüht, Ihnen einen gesunden, jungen Hund zu überreichen, lassen ihn deswegen auch vorher nochmals von einem Tierarzt anschauen. Sind wir von der Gesundheit eines Welpen nicht restlos überzeugt, wird er unseren Zwinger nicht verlassen, bis abgeklärt ist, was mit ihm nicht stimmt.
Welpen mit Fehlern, die aber sein Wohlbefinden nicht stören, werden von uns zu einem vergünstigen Preis abgegeben. Dabei achten wir genau darauf, dass diese Welpen in hundeliebende Familien kommen. Wir geben keine Hunde an Personen ab, die einfach einen billigen Hund suchen und keine Ahnung davon haben, wie ein Hund zu halten und zu versorgen ist.
Generell haben wir auch ein Problem mit Ausländern. Interessenten, die kaum der deutschen Sprache mächtig sind, einen Hund suchen und dann noch fragen, ob er eh noch Kinder bekommen oder zeugen kann, kommen mir allerdings sehr suspekt vor. Zudem erhalten wir nicht selten Anrufe von Menschen, die mit uns nur verhandeln wollen, bzw. unsere Hunde als „Vieh“ bezeichnen. Generell lehnen wir auch eine Abgabe an Personen ab, die nicht wollen, dass der Hund registriert wird.
Wir haben kein Problem damit, uns mit Ihnen zu unterhalten, doch unsere Erfahrung hat uns gelehrt, wer sich wirklich für einen Welpen interessiert, oder wer sich meldet um blöde Meldungen zu hinterlassen oder nur einen billigen oder gar geschenkten Hund sucht. Den wird er bei uns nicht finden.